DAS PROJEKT

Die Menschen sind es gewohnt, sich auf ihre Sinneseindrücke zu verlassen und diese richtig zuordnen zu können. Was aber passiert, wenn man mit einer völlig veränderten Sinneswahrnehmung konfrontiert wird?

Wir sind der Ansicht, dass das persönliche Erleben von Verwirrung, Desorientierung und Unsicherheit das Potenzial hat, die Situation von Menschen mit Demenz besser zu verstehen. Aus dieser Erfahrung einer starken Wahrnehmungsveränderung erscheint es leichter, über Demenz nachzudenken und zu reden. Mit unserem Projekt wollen wir dazu beitragen, das gesellschaftliche Bewusstsein über Demenz zu verbessern.

Auf eine neue Art und Weise macht das Projekt die individuellen Herausforderungen sichtbar, denen sich Menschen mit Demenz tagtäglich stellen und das in einer Welt, die geprägt ist von Wettbewerb, Geschwindigkeit und Reizüberflutung.

Wir haben nicht die Möglichkeit und das Recht zu behaupten: So ist es, dement zu sein. Aber wir können Unsicherheit und Ängste wahrnehmbar machen. In öffentlichen Interventionen bieten wir Menschen in Wien die Möglichkeit, ihre Sinne akustisch und visuell mit Hilfe von zwei künstlerischen Objekten zu beeinflussen.

Unser Ziel ist es, das Thema Demenz unkonventionell zu thematisieren und neue Ansätze hervorzubringen. Menschen mit Demenz sollen möglichst lang am öffentlichen Leben teilhaben können.

 

 

 
 

DAS TEAM

 
 

Cornelia Bast

Cornelia Bast ist Künstlerin, die sich in ihren Arbeiten immer wieder mit den sozialen Wirkungen von Kunst und Design befasst. Nach Ausbildungen in den Bereichen Biochemie, Geburtshilfe und hypnotische Kommunikation und beruflichen Tätigkeiten in einem Forschungsinstitut für Leukämie und als Hebamme an der Wiener Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe absolvierte sie das Bachelor Studium „Applied Arts and Design Communication“ und das Masterstudium „Social Design – Arts as Urban Innovation“ an der Universität für Angewandte Kunst Wien.

Cornelia Bast nahm an künstlerischen Forschungsprojekten über die Situation krebskranker Kinder im St.Anna Kinderspital und über die Situation von Bewohnerinnen der Wiener Frauenhäuser teil. Ihr Arbeit oszilliert zwischen performativen Interventionen im öffentlichen Raum, multimedialen Installationen und multisensorischen interaktiven Objekten im Schnittfeld von Kunst und Design. Als Mitglied der Redaktion von "Radio dérive - Radio für Stadtforschung" widmet sie sich sozialen und politischen Aspekten von Stadt und Stadtentwicklung.

cornelia.bast@feeldementia.com

www.corneliabast.com 

 

 

Antonia Eggeling

Antonia Eggeling ist Industrial Designerin (B.A. 2013, Folkwang Universität der Künste, Essen) mit Fokus auf gesellschaftlichen Mehrwert. Darauf aufbauend beschäftigt sie sich in Ihrem Masterstudium “Social Design – Arts as Urban Innovation” (Universität für Angewandte Kunst Wien) mit der Partizipation von Zielgruppen in kreativen Prozessen, sowie den Themen gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion.

Schon 2011 hat Antonia sich mit dem Thema Demenz auseinandergesetzt und eine ganzheitliches Restaurantkonzept mit dazugehöriger Geschirrserie entworfen. Als Teil ihrer Recherche hat sie bei der Caritas Essen ein mehrtägiges Seminar über Demenz besucht. Für das jetzige Projekt hat sie zusätzlich eine Fortbildung für Angehörige und Freiwillige bei Alzheimer Austria absolviert.

antonia.eggeling@feeldementia.com

www.antoniaeggeling.com